„Wie ich wurde, was ich bin!“

Geboren bin ich am 27. April 1959 in Kernen-Rommelshausen (Remstal). Mit meinem Mann Herbert Schneeweiß lebe ich in Billigheim (Baden).

 

Schule und Studium

Nach dem Abitur 1978 am Staufer-Gymnasium in Waiblingen folgte meine Ausbildung zur Evang. Religionspädagogin und Diakonin an der Evang. Fachhochschule in Ludwigsburg. Von 1992 bis 1997 studierte ich Linguistik und Soziologie an der Universität Stuttgart und schloss dies als M.A. (Magistra Artium) ab. 2004 promovierte ich an der Universität Mannheim mit einer sprachwissenschaftlich-empirischen Arbeit zum Thema „Alles hat seine Zeiten“.

 

Berufstätigkeit

Zehn Jahre lang arbeitete ich als Evang. Jugendreferentin und Diakonin in Stuttgart-Mitte und in Stuttgart-Möhringen. Während meines Studiums war ich als Religionslehrerin in Stuttgart und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Stuttgart beschäftigt. Im Anschluss daran wirkte ich an einem DFG-Forschungsprojekt bei ZUMA in Mannheim mit und war als Büroleiterin am Institut für Linguistik/Germanistik der Universität Stuttgart tätig, bevor ich dann für vier Jahre als Referentin zum Türkischen Generalkonsulat in Stuttgart wechselte. Von 2002 an war ich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Untersuchungsausschuss für die SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg angestellt und nach meiner Promotion dann als Mitarbeiterin von SPD-Landtagsabgeordneten. Ab 2006 war ich Büroleiterin von Dr. Frank Mentrup MdL im Landtag und ab 2011 dessen Persönliche Referentin im Kultusministerium von Baden-Württemberg. Diese Zusammenarbeit führte ich anschließend im Büro des Oberbürgermeisters Dr. Frank Mentrup in Karlsruhe weiter. Von Sept.2013 bis Okt. 2017 war ich Mitglied des Deutschen Bundestages und in den Ausschüssen Europa (Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union mit den Schwerpunkten EU-Erweiterung, Ostseeraum, Türkei) und Familie, Senioren, Frauen, Jugend und Ehrenamt tätig. Seit 2018 arbeite ich wieder als OB-Referentin in Karlsruhe und als Geschäftsführerin des Karlsruher Forums für Kultur, Recht und Technik e.V. Zudem arbeite ich bis Ende 2020 bei der Bundesstiftung Forum Recht mit.

 

Nebenberufliche Tätigkeiten

Mit Abschluss meines Studiums als Sprachwissenschaftlerin begann ich meine Lehrtätigkeit zuerst an der Universität Stuttgart, ab 2005 am IB-Bildungszentrum, Schule für Logopädie der Medizinischen Akademie in Stuttgart und ab 2009 an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd. Als Dozentin für Organisations- und Betriebssoziologie war ich an der SRH-Hochschule in Heidelberg tätig und für Wissenschaftliches Arbeiten und Wissenschaftstheorie an der DHBW in Mosbach.

 

Gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement

Im Auftrag der Evang. Kirche in der BRD leitete ich von 1984 an mehrere Jahre Seminare zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus und in Berlin-Ost. Vom Mauerfall haben wir „geträumt“ und 1989 kräftig Mauersteine geklopft. Soweit zu Grenzerfahrungen in und um Berlin. Nach Inkrafttreten des Betreuungsgesetzes 1992 habe ich den Betreuungsverein Stuttgart-Filder e.V. mitgegründet und war vier Jahre lang dessen zweite Vorsitzende. In den Semesterferien während meines Universitätsstudiums leitete ich Freizeiten des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg und darüber hinaus Seminare für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach Beendigung meiner Tätigkeit im Türkischen Generalkonsulat engagierte ich mich wenige Jahre als Vorstandsmitglied der Deutsch-Türkischen Gesellschaft Stuttgart e.V., bis ich von Stuttgart nach Billigheim zog. Seit 2008 halte ich als „ehrenamtliche“ Prädikantin Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. 2010 wurde ich zur Vorsitzenden des Sportkreises Mosbach e.V., der Mitglied im Badischen Sportbund Nord e.V. ist, gewählt und im April 2013, April 2016 und zuletzt im April 2019 in diesem Amt bestätigt.

 

Mein politisches Engagement in der SPD

„Nimm die Klage aus dem Mund in die Hand“ war einer der Gründe, warum ich 2001 in die SPD eingetreten bin. Die Erfahrungen, die ich durch meine zahlreichen Kontakte in die ehemalige DDR und zur nunmehr früheren Leiterin der Stasi-Akten-Aufarbeitungsbehörde Marianne Birthler vor der Wende hatte, trugen ebenso dazu bei, im Sinne von Willy Brandt „mehr Demokratie“ zu wagen und mich auch politisch aktiv für soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Ich engagierte mich in der Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), gründete 2002 zusammen mit Ergun Can, Stadtrat in Stuttgart, den 1. Neue-Inländer-Stammtisch in Deutschland und war zwei Jahre Mitglied des SPD-Kreisvorstands in Stuttgart. Seit 2008 bin ich Mitglied der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik Baden- Württemberg e.V. (SGK) und der Mosbacher SPD. 2009 trennten mich nur 6% der Stimmen davon, Bürgermeisterin der Gemeinde Billigheim zu werden und ein Jahr später waren es fast 8%, um die Bürgermeisterwahlen in Neckargerach nicht für mich zu entscheiden. Seit 2009 bin ich Kreisrätin und in diesem Amt auch eine der Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion. 2010 wurde ich Mitglied des Kreisvorstands der SPD Neckar-Odenwald und Mitgründerin des Arbeitskreises „Christen in der SPD“. 2019 wurde ich in den Gemeinderat meiner Heimatgemeinde Billigheim gewählt – mit dem zweitbesten Stimmergebnis! Seit 2020 bin ich mit Michael Deuser (OV Bauland) zusammen Kreisvorsitzende der SPD im Neckar-Odenwald-Kreis.