SPD fordert Gleichbehandlung von beruflichen Schulen

Veröffentlicht am 28.01.2021 in Landespolitik

Dr. Dorothee Schlegel: „Prüfungsklasse ist Prüfungsklasse – da darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden“

Die SPD-Landtagskandidatin für den Neckar-Odenwald-Kreis, Dr. Dorothee Schlegel,  hat die unterschiedliche Behandlung von Prüfungsklassen an Berufsschulen und allgemeinbildenden Schulen durch das Kultusministerium kritisiert: „Während bei den allgemeinbildenden Schulen die Möglichkeit besteht, diese in Ausnahmefällen auch in Präsenz zu beschulen, soll es für die Abschlussklassen der Dualen Ausbildung ausschließlich Fernunterricht geben.“

„Diese Regelung hat bei zahlreichen beruflichen Schulleitungen für Kopfschütteln gesorgt“, so Dr. Schlegel: „Und das mit vollem Recht: Es gibt Ausbildungsgänge, bei denen eine Prüfungsvorbereitung in Präsenz absolut essentiell ist und wahrscheinlich noch wichtiger als bei allgemeinbildenden Schulen. Denken wir nur an die Vermittlung fachpraktischer Inhalte.“

Dr. Schlegel: „Schulen, die einen Wechselunterricht unter strenger Wahrung von Hygiene- und Abstandsvorschriften und beispielsweise mit Halbierung der Klassen für möglich halten, sollte dies auch ermöglicht werden. Wo Fernunterricht stattfindet, muss klar kommuniziert werden, dass eine Anwesenheitspflicht besteht. Dies bedeutet, dass die Betriebe anders als im Frühjahr 2020 in jedem Fall ihre Auszubildenden für die Teilnahme freistellen müssen.“ Die SPD fordert, dass die Schulleitungen der beruflichen Schulen selbst entscheiden sollen, ob sie für diese Abschlussklassen Präsenzunterricht unter entsprechenden Bedingungen anbieten können.

27. Januar 2021