Keine Gottesdienste an Weihnachten – eine schmerzliche Notwendigkeit

Veröffentlicht am 21.12.2020 in Wahlkreis

Die Infektionslage ist dramatisch. Der Neckar-Odenwald-Kreis liegt bei den Inzidenzwerten in Baden-Württemberg derzeit auf Platz 1, bundesweit auf Platz 17. Dies erfordert drastische Maßnahmen, von denen ein Verbot von Gottesdiensten nicht ausgenommen wird.

Diese Maßnahme ist in der Bevölkerung nicht unumstritten, jedoch seht ein Großteil der Bevölkerung hinter dieser Entscheidung. In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 50 Prozent dafür aus, öffentliche Gottesdienste in den Kirchen zu untersagen, nur 35 Prozent wollen sie trotz Ansteckungsgefahr beibehalten. 15 Prozent machten keine Angaben.

Die SPD-Landtagskandidatin im Necker-Odenwald-Kreis, als Prädikantin selbst betroffen, bedauert es sehr, dass die Absage aller Gottesdienste im Landkreis zu Weihnachten die Konsequenz der steigenden Infektionszahlen sei. „Aber es ist eine Entscheidung, die aus Verantwortung gegenüber dem Schutz der Menschen getroffen wurde. Dass alle Kirchen nun auf Präsenz-Gottesdienste verzichten, ist das einzig Richtige. Ich hoffe, dass zukünftig hierzu frühzeitig Gespräche zwischen den Konfessionen und Religionen im Land und vor Ort geführt werden - und zum „Frieden auf Erden“ noch etwas mehr beitragen - allen Menschen zum Wohlgefallen.“ so Schlegel.

Sie weist die Gläubigen darauf hin, die noch verbleibenden Alternativen, wie Rundfunk- oder Fernsehübertragungen sowie die vielfältigen Online-Angebote der Pfarreien zu nutzen.