Johannes-Diakonie in Zeiten von Corona

Veröffentlicht am 09.03.2021 in Allgemein

Wie geht es den Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen in der Johannes-Diakonie in der Corona-Situation? 

Darüber sprach Dr. Dorothee Schlegel, deren Eltern auch einer diakonischen Behinderteneinrichtung gearbeitet haben, mit Pfarrer Richard Lallathin „an der frischen Luft“.

Lallathin berichtete über die große Fürsorge und das gute Miteinander der Bewohner*innen, um die Einschränkungen zu verstehen und umzusetzen. „Es ist normal geworden, auch draußen immer Masken zu tragen“. Der Alltag auf den Wohngruppen, mit denen sie nun auch in den Werkstätten zusammen sind, ist anders.

„Natürlich fehlt der Austausch mit den Kollegen und Freunden, die nicht zur Wohngruppe gehören. Dafür ist es schön, dass Gottesdienste in der großen Johanneskirche wieder möglich sind und von allen – natürlich ohne Singen und mit den Hygieneauflagen – gerne angenommen wird“. Auch die Mitarbeiter in den Gruppen, aber auch in den Werkstätten, sind anders gefordert. Denn die Wohngruppe ist nun intensiver zusammen. Viele kreative Ideen, wie die Balkongespräche oder Kurz-Gottesdienste, haben geholfen, die Kontakte zueinander aufrecht zu erhalten, gerade weil die AHA-Regeln sehr ernst genommen werden. Pfarrer Lallathin wies auf die „Baustelle“ am Verwaltungsgebäude hin, die zum Ausgangspunkt des im Werden begriffenen „Maria-Zeitler-Pfad“ werden wird, einem Gedenk- und Erinnerungsweg, bei dem immer ein Team bestehend aus einer ehrenamtlichen Person und einem Bewohner/einer Bewohnerin die künftigen Gäste führen werden. Schlegel, die den Neffen von Maria Zeitler aus ihrer Karlsruher Arbeit sehr gut kennt, wie sich im Gespräch herausgestellt hat, freut sich daher auf die Eröffnung. Denn die Erinnerungskultur zu pflegen bewahrt davor, zu vergessen und zu verdrängen.