Ehrenamt des Monats - April

Veröffentlicht am 16.05.2014 in Allgemein

LandFrauen Main-Tauber und der Verein „Frauen helfen Frauen“ aus Tauberbischofsheim

Die Gleichstellung von Frau und Mann ist ein Grundprinzip der Europäischen Union. Wahr ist leider auch, dass dies bis heute in keinem EU-Mitgliedsland tatsächlich umgesetzt ist. Grund genug für die für den Main-Tauber-Kreis zuständige Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt, mit engagierten Frauen des Vereins „Frauen helfen Frauen“ und der Landfrauen zu erörtern, was die Ursache hierfür ist und wie Lösungen aussehen könnten. 

Schnell wurde deutlich, dass es Fortschritte in der Sozial-, Wirtschafts-, und Beschäftigungspolitik nur geben kann, wenn Frauen tatsächlich gleichberechtigte Teilhabe in allen gesellschaftspolitischen Bereichen haben werden. Dies gilt insbesondere auch für den ländlichen Raum, denn gerade hier hinterlässt die Abwanderung der meist gutausgebildeten Frauen eine spürbare Lücke - sind es doch immer noch weitgehend die Frauen, die sich ehrenamtlich in sozialen Bereichen engagieren und für den notwendigen Zusammenhalt in Familie und Gesellschaft sorgen. Auch dies führt dann zu einer zunehmenden Tendenz der Vereinsamung und der damit einhergehenden Vereinsamungsverwahrlosung vor allem bei den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

Aus Sicht von  Sozialarbeitenden ist es heute schon Realität, dass das zu oft skizzierte „heile Familienbild“ schon längst nicht mehr dem Alltag auch in dieser Raumschaft entspricht. „Um Lösungen zu finden“, so die Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt, „müssen diese Missstände natürlich auch erst einmal offen anerkannt und angesprochen werden.“ Es helfe niemandem weiter, wenn verdeckte Gewalt in den Familien oder fehlende notwendige Vorort-Hilfen für junge Familien, aber auch für Alleinerziehende schlicht ignoriert würden. Es sei eine Tatsache, dass der demografische Wandel und die Vielfalt der Lebensgestaltung eine dringend notwendige Neuausrichtung der sozialen Infrastruktur forderten. „Ob mit Mehrgenerationenhäusern, mit offenen Bürgertreffs oder aber auch gerade mit dem Einsatz der zu lange in Vergessenheit geratenen Gemeindeschwestern,“ war sich die Bundestagsabgeordnete Dorothee Schlegel mit den Frauen einig, „dass die Gesellschaft als Ganzes nur dann profitiert, wenn wir Frauen paritätisch mitwirken.“

Mit der klaren Absicht der tatkräftigen Frauen, auch in Zukunft weiterhin gemeinsam nicht locker zu lassen und den Finger immer wieder in die sprichwörtliche Wunde zu legen, zeichnete sie Dorothee Schlegel mit dem Ehrenamtspreis EvA aus. 

 

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