Bildungsgerechtigkeit nur mit der SPD!

Veröffentlicht am 18.09.2013 in Bundespolitik

„Wir wollen mehr Chancengerechtigkeit am Start, Durchlässigkeit und faire Aufstiegschancen für alle", so das Bildungsversprechen von Schwarz-Gelb im Koalitionsvertrag 2009. Die Bilanz ist niederschmetternd – Bildungsaufsteiger gibt es aktuellen Studien zufolge kaum. Die SPD und Dorothee Schlegel wollen, dass Bildung für alle zugänglich ist – von der Kita bis zur Hochschule.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt sich in den letzten Tagen vor der Wahl großzügig – in ihrer am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Videobotschaft erklärt sie, die Union wolle die Chancengleichheit im Bildungsbereich verbessern. „Es sollte schon komplette Chancengleichheit geben“, so Merkel.

Herkunft entscheidet über Bildungsweg

Versprochen, gebrochen, denn: Schwarz-Gelb kündigte bereits im Koalitionsvertrag 2009 an, es solle „Chancengerechtigkeit am Start, Durchlässigkeit und faire Aufstiegschancen für alle“ geben. Geschehen ist in den vier Regierungsjahren unter Merkel jedoch – nichts. In Deutschland entscheidet immer noch die soziale Herkunft über den Bildungsweg, so aktuelle Studien.

Arbeiterkinder nur selten an Hochschulen

Laut der Ende Juni veröffentlichten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes beginnen nur 23 Prozent der Arbeiterkinder ein Studium, in Akademikerfamilien sind es 77 Prozent. Hinzukommt: 260.000 Jugendliche haben keinen Ausbildungsplatz bekommen und stecken in einem sogenannten Übergangssystem fest, 1,5 Millionen junge Menschen sind in Deutschland ohne Schul- oder Berufsabschluss.


SPD: Chancengleichheit für alle

„Schwarz-Gelb hat keine Ideen, um die drängenden Fragen junger Menschen konkret zu beantworten“, macht Yasemin Karakaşoğlu, im Kompetenzteam von Peer Steinbrück für Bildung zuständig, klar. Die SPD werde dafür sorgen, dass „unser Bildungssystem zukünftig gleichermaßen sozial gerecht und ökonomisch sinnvoll“ sein wird, so Karakaşoğlu.

Das will die SPD konkret:

• Investitionen in die Zukunft: Die SPD wird schrittweise ab 2014 bis zu 20 Milliarden Euro zusätzlich in Bildung investieren. Das Geld wird eingesetzt für bessere Schulen, mehr Lehrer und eine gebührenfreie Bildung: von der Kita bis zur Uni!

• Recht auf Ausbildung: Mit der SPD wird es eine Berufsausbildungsgarantie geben. Das bedeutet: Jeder junge Mensch hat das Recht auf einen Ausbildungsplatz. Gleichzeitig wird die Qualität der Ausbildung gemeinsam mit den Gewerkschaften und Arbeitgebern gesteigert.


• Ausbau Ganztagsbetreuung: Die Ganztagsschule ist ein Erfolgsmodell, weil sie den Bildungserfolg endlich von sozialer Herkunft abkoppelt. Zusammen mit den Ländern wird die SPD schrittweise jedem, der es möchte, einen Ganztagsplatz anbieten – egal wo und in welcher Schulform.

• Abschaffung Kooperationsverbot: Damit der Bund mit den Ländern und Kommunen sinnvoll zusammenarbeiten kann, will die SPD außerdem das Kooperationsverbot im Grundgesetz kippen. Denn allein können die Länder diese Zukunftsaufgaben in der Bildung nicht stemmen.

Schwarz-Gelb: Elitenförderung statt Bildung für alle

Dass es in Sachen Bildung nicht gerechter zugeht in unserem Land, ist der Klientelpolitik der Union zuzuschreiben. Denn statt in Bildungsstrukturen zu investieren, von der alle profitieren, gibt Schwarz-Gelb Mittel für Einzeltransfers aus – so zum Beispiel für das Deutschlandstipendium.

Mit diesem will der Bund seit 2011 besonders begabte Studenten mit 300 Euro monatlich unterstützen – doch nur 0,6 Prozent aller Studenten erhalten die monatliche Förderung. Das BAföG hingegen, die Ausbildungsförderung, die besonders Arbeiterkindern zugute kommt, hat Schwarz-Gelb seit 2010 hingegen nicht erhöht. Ein Beitrag zur Sicherheit der Studienfinanzierung – geschweige denn zur Chancengleichheit beim Hochschulzugang – sieht anders aus.
Steuern erhöhen, Investitionen tätigen

Bildungsinvestitionen kosten Geld. Genauso wie die Sanierung von Straßen, mehr Unterstützung für Städte und Gemeinden und der Schuldenabbau – alles Dinge, die die SPD nach der Wahl anpacken wird. Um die notwendigen Investitionen tätigen zu können, wird die SPD die Steuern für die reichsten fünf Prozent der Spitzenverdiener erhöhen.

Lesen Sie hier alles zum SPD-Bildungskonzept.

 

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