Besuch des ver.di-Bildungszentrums Mosbach

Veröffentlicht am 11.03.2021 in Allgemein

Die Kandidatin der SPD für die Landtagswahl Dr. Dorothee Schlegel besuchte zusammen mit dem stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Markus Dosch und dem Vorstandsmitglied des Ortsvereins Buchen Torsten Fahrbach das ver.di-Bildungszentrum in Mosbach.

Die wirtschaftliche Leiterin des Bildungszentrums Anja Kuhn und der pädagogische Leiter des Bildungszentrums Robin Friedl, der auch Kreisvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist, begrüßten die Gäste. Gemeinsam unterhielt man sich unter Einhaltung des Hygienekonzepts nicht nur darüber, wie bedeutend Gewerkschaften, Betriebsräte und Arbeitnehmerrechte sind. Es kam auch zur Sprache, passend zum internationalen Frauentag, dass Frauen immer noch schlechter gestellt sind als ihre männlichen Kollegen. Dies betrifft nicht nur die geringere Bezahlung bei gleichwertiger Arbeit, sondern auch die damit verbundene niedrigere Rente für Frauen. Das Defizit muss hier nach Meinung der Gesprächsteilnehmerinnen und Gesprächsteilnehmer dringend behoben, die Kinderbetreuung verbessert und sogar kostenlos werden.„Das ver.di-Bildungszentrum setzt nicht nur mit seiner Veranstaltungsreihe zur Demokratie und Vielfalt ‚UFFMUGGE‘ auf Gemeinsamkeit und Solidarität. Wir müssen uns wieder mehr für das Gemeinwohl einbringen“,

ist eine von Anja Kuhns Antworten darauf, dass der Individualismus immer stärker wird. Dies sei auch das Konzept von Personal- und Betriebsräten und Gewerkschaften. Nur zusammen habe man eine gute Chance, dass die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertreten werden, meinte Robin Friedl. Ebenfalls betonte der DGB-Kreisvorsitzende, dass die Vorteile, die durch Betriebsräte und Gewerkschafter entstehen, besser kommuniziert werden müssten. Dies seien nicht nur höhere Löhne, als bei nicht Gewerkschaftsmitgliedern, sondern auch mehr Mitbestimmung, mehr Urlaubstage, mehr Fortbildung oder auch ein besserer Mutterschutz. Innerbetriebliche Ansprechpartner für Kolleginnen und Kollegen zu haben sei wichtig.

„Betriebliche und außerbetriebliche Mitbestimmung ist ein überaus wichtiges Thema für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, damit sie ihre Rechte kennen und auch für ihre Rechte einstehen können“, bestärkte Dorothee Schlegel. „Die Erfolge der Gewerkschaften und der Parteien, vor allem in sozialen Fragen, sind selbstverständlich geworden. Daher müssen wir die Verbindung der Gewerkschaft und der SPD stärken und wieder lauter und deutlicher werden“.

Am Ende Besuch ergänzte Robin Friedl noch: „Mitbestimmen heißt auch mitgestalten. Demokratie heißt diese auch leben. Die Rechte die wir haben müssen wir auch wahrnehmen und nutzen.“

Das gelte für den Besuch von Seminaren nach dem Bildungszeitgesetz, ebenso wie für Seminare der betrieblichen Interessenvertretungen, in denen die Mitglieder der Betriebs- und Personalräte sowie Mitarbeitervertretungen Wissen und damit Werkzeuge in die Hand bekommen, um die Belange der Kolleginnen und Kollegen vor Ort vertreten zu können. Es gibt viele Rechte, die wir haben. Diese müssen wir kennen, um sie wahrnehmen zu können. Es gäbe viele Dinge die noch zu regeln seien im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Da heißt es sich schlau machen und sich engagieren. Und im Hinblick auf den Internationalen Frauentag nicht nur beim Thema Gleichberechtigung, sondern beispielsweise ebenso bei Mindestlohn, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie ein mögliches Bundestariftreuegesetz.